Spannende Frage! Ich habe oft das Gefühl, dass verschiedene Komponenten zusammenkommen. Manchmal gibt es Wochenenden, da genieße ich es, nichts vorzuhaben. Dann gehe ich zum Sport, setze mich mit einem Cappuccino auf die Parkbank und lese ein Buch, mache ein bisschen Haushalt und lebe in den Tag hinein. An anderen Wochenenden fühlt es sich quälend an. Vielleicht mache ich sogar genau das selbe; auch Sport, lesen, Cappuccino etc., aber alles fühlt sich leer, bedrückend, schmerzhaft und zäh an.
Ich denke, entscheidend ist das drumherum. Wenn meine Woche voll mit Kontakt, Erlebnissen, Dingen war, die mich "ausgefüllt" haben, in mir ein gutes Gefühl und Selbstwirksamkeit hinterlassen haben, dann ist es oft schön und fühlt sich selbstbestimmt an, Zeit für mich zu haben. Wenn die Woche nicht gut war, ich mich da schon irgendwie einsam, abgekapselt, fehl am Platz gefühlt habe, kann sich so ein leer vor mir liegendes Wochenende furchtbar anfühlen, dann starte ich schon mit einem sehr schlechten Gefühl hinein.